Wie wurden und werden die Ziele erreicht?!  
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Das IMUS Projekt befindet sich in den letzten beiden Projektphasen. Mittlerweile handelt es sich um eine Gruppe von 50 Jugendlichen und jungen Erwachsenen die am Projekt partizipieren.

Aus der Gesamtgruppe hat sich eine Kerngruppe von 25 TeilnehmerInnen gebildet, die als MultiplikatorInnen ausgebildet werden.

Die Phasen 1. und 2. wurden in den ersten zwölf Monaten abgeschlossen und erreicht. Dieses geschah durch die aufsuchende Jugendarbeit. Durch direkte Ansprache der damaligen Projektleiterin Frau Khalaf und der damaligen Honorarkraft Frau Trippler wurde ein erster Schritt der Kontaktaufnahme in Angriff genommen. In Kooperation mit Fachkräften der offenen Kinder und Jugendarbeit im Essener Norden wurden gezielt Jugendzentren aufgesucht und dort Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen.

Nach einer ersten Kontaktaufnahme folgten erste Kennenlernseminare. Innerhalb dieser Seminare wurde den TeilnehmerInnen das Jugendwerk vorgestellt und Verbandsstrukturen näher gebracht. Übergehend in Phase 2. fand klassische Jugendgruppenarbeit statt. Diese in Form von alternativer Freizeitbeschäftigung mit einer Programmgestaltung in Form von Ausflügen, Museumsbesuchen, das Kennenlernen der Kulturroute etc.

Dadurch entstand ein Gefühl der Zugehörigkeit und eine Vertrauensbasis wurde aufgebaut.

Die Phasen 3. und 4. waren für das zweite Jahr des Projekts angedacht. Zum Teil wurden sie jedoch schon eher erreicht. Hier ging es primär um die Vermittlung von Mit- und Selbstbestimmung und um das Aufzeigen von Partizipationsmöglichkeiten. Durch regelmäßige Gruppentreffen wurden gemeinsam Seminarthemen und Interessensgebiete festgelegt. Des Weiteren fanden erste Seminare zum Thema Interkulturelles Lernen statt.

Methodisch wurden kulturelle Unterschiede, Bedürfnisse und Prägungen aufgezeigt. Somit kam es zu einem Prozess des interkulturellen Lernens um eine Basis für gegenseitige Toleranz und Akzeptanz jedes/r Einzelnen/r zu schaffen.

Ebenfalls unabdingbar war und ist zu Teilen immer noch die Veränderung der konzeptionellen Gestaltung innerhalb des Verbandes. Im Bundesjugendwerk der AWO wurde auf der Konferenz 2004 bundesweit ein Antrag vom Bezirksjugendwerk der AWO Niederrhein verabschiedet. Dieser mit der Aufgabe und Zielsetzung eine interkulturelle Öffnung des Verbandes zu schaffen. Der Vorstand des Bezirksjugendwerks Niederrhein hat ebenfalls als Einstieg eine Seminarreihe zum Thema "Russlanddeutscher Jugendlicher" und der "Historie Russlands" erhalten.

Mit Beginn des zweiten Projektsjahres hat eine Schulungsreihe für MultiplikatorInnen zu unterschiedlichen Themen gestartet.

Themenschwerpunkte waren u. a. Deeskalationstraining, Rhetorikschulungen, politisch& historische Seminare.

Auch bei diesen Seminarreihen hat wieder der Prozess des interkulturellen Lernens stattgefunden, da diese Seminare sowohl von TeilnehmerInnen des IMUS Projekts als auch von schon vorhandenen EhrenamtlerInnen mit deutscher Herkunft besucht wurden.

Momentan befinden wir uns in den Phasen 5. und 6., welche in den letzten zwölf Monaten umgesetzt werden sollen.

In der Phase 5. geht es primär um die MultiplikatorInnenqualifikation durch weitere Seminareinheiten zu spezifischen Themen, wie z. B. den Erwerb der JugendgruppenleiterInnencard, der Ausbildung zum/r spielepädagogischen und erlebnispädagogischen   BetreuerIn.

Dieses geschieht ebenfalls durch eine gezielte Anleitung der Fachkräfte.

In der letzen Phase geht es um die Übernahme politischer Verantwortung und um das ehrenamtliche Engagement der TeilnehmerInnen.

Auch das wurde vereinzelt schon erreicht. Einige TeilnehmerInnen haben bereits an der Gremienarbeit des Verbandes partizipiert, z. B. nahmen sie an Konferenzen als Delegierte teil. Weitere arbeiten seit einigen Monaten aktiv in verschiedenen Arbeitskreisen mit. Ebenfalls partizipieren sie bei anderen verbandlichen Aktivitäten und Veranstaltungen.

Im September dieses Jahres fand eine Kinderrepublik statt, die hauptverantwortlich von TeilnehmerInnen des IMUS Projekts vor- und nachbereitet sowie durchgeführt wurde. Die Identifikation mit dem Verband findet somit statt.

Durch die MultiplikatorInnenfortbildungen und durch individuelles Interesse der TeilnehmerInnen hat sich eine Kerngruppe von 25 MultiplikatorInnen gebildet.

Die Ressourcen der TeilnehmerInnen des IMUS Projekts können und werden weiterhin sinnvoll genutzt.

Zudem erwähnenswert ist, dass das Jugendwerk den TeilnehmerInnen einen Raum der Partizipation an gesellschaftlichen Interessen und politischen Entscheidungsmöglichkeiten geboten hat und weiterhin bieten wird.